Baufinanzierung ohne Eigenkapital
Aus konservativer Manier kommt die Meinung, man benötige für die
Baufinanzierung Eigenkapital. Die Faustsumme von 20 Prozent des
Wertes der Immobilie wird benannt, sodass das Baugeld etwa 80
Prozent beträgt. In anderen Ländern hat es sich allerdings schon
durchgesetzt, eine Hausfinanzierung auch gänzlich ohne
Eigenkapital auszugeben. Natürlich, das ist der Vorteil am
Eigenkapital, wird der Zinssatz für den Baukredit etwas
niedriger. Allerdings nur um wenige Prozentpunkte. Vielmehr
Einfluss auf den Zinssatz vom Baudarlehen haben die Bonität
sowie der aktuelle Verdienst des oder der Kreditnehmer. Hat man
einen Bausparvertrag für die
Baufinanzierung abgeschlossen, so
gilt die dort angesparte Summe natürlich schon als Eigenkapital.
Dies ist der große Vorteil an Bausparverträgen; auch die
Tatsache, dass die Baufinanzierung zu wirklich geringen Zinsen
realisiert wird.
Das große Aber kommt nun: Was wäre denn, wenn
man das Eigenkapital während der Laufzeit der Baufinanzierung
fest anlegen würde? Man hätte mit vielen Zinsen zu rechnen. Die
Zinsen, die man auf die 20 bis 30 Prozent zahlt, die man nun
mehr in Form von der Baufinanzierung aufnehmen muss, wiegen die
Zinsen, die man von einer guten Anlage bekommt, längst wieder
auf! Man macht am Ende ein deutliches Plus, wenn man das
Eigenkapital in Sparanlagen anlegt und 100 Prozent der
Immobilien in die Baufinanzierung einschließt. Die Experten der
Branche sind hin- und hergerissen; das Eigenkapital für die
Baufinanzierung scheint zu polarisieren. So empfehlen einige,
sich ein Beispiel an anderen Ländern zu nehmen, wo die
Baufinanzierung wunderbar ohne Eigenkapital funktioniert,
während andere davor warnen. Letztendlich entscheidet das die
individuelle Lebenssituation.
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