Girokonto für Jugendliche!
Ab welchem Alter oder ab welcher Situation ein Girokonto für
Jugendliche sinnvoll ist, kann nicht pauschal beantwortet
werden. Ob dem immer breiter werdenden Angebot an Girokonten für
Jugendliche sehen sich Eltern mit dieser Frage konfrontiert.
Einige wichtige Punkte sollen Eltern zeigen, dass ein Girokonto
für Jugendliche durchaus Sinn macht:
Eltern haben oft Angst, die Kinder könnten sich verschulden. Das
kann mit einem Girokonto für Jugendliche nicht passieren, denn
hierbei handelt es sich um ein Guthabenkonto. Das bedeutet, es
gibt keinen Dispositionskredit und damit keine Möglichkeit für
die Jugendlichen, ins Minus zu gelangen.
Bei einem Girokonto für Jugendliche ist eine Verschuldung
ausgeschlossen. Dabei handelt es sich nicht um ein Gutdünken
einer Bank, sondern der Gesetzgeber schreibt vor, dass bei einem
Girokonto für Jugendliche das Überziehen nicht ermöglicht
wird. Eine Zustimmung der Eltern würde es ermöglichen, den
Jugendlichen einen Dispositionskredit einzuräumen – alles
weitere wird aber die Bank individuell entscheiden. Es handelt
sich nämlich um einen ganz normalen Kreditvertrag, den ein
Jugendlicher natürlich nicht eingehen darf, wenn die Zustimmung
der Erziehungsberechtigten fehlt.
Wann die Eröffnung von einem Girokonto für Jugendliche sinnvoll
ist, hängt größtenteils vom Jugendlichen selbst ab: Zwischen 12
und 17 Jahren erscheint – je nach Reife des Jugendlichen –
sinnvoll. Mitentscheidend ist sicherlich auch, ob der
Jugendliche einer Arbeit nachgeht, wie viel Taschengeld er
erhält oder ob er weitere Einnahmequellen hat, was ein Girokonto
für Jugendliche durchaus sinnvoll werden lässt, denn hier wird
der Umgang mit Geld bereits frühzeitig sichtbar: Ist kein Geld
mehr auf dem Konto, kann auch nichts mehr ausgegeben werden.
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